Stichwortverzeichnis

Auslandsaufenthalt
Wenn kein Einkommen aus beruflicher Tätigkeit in Deutschland erzielt wird, kann eine Befreiung von der Beitragszahlung zum Versorgungswerk erfolgen. Da für die Höhe der Rentenanwartschaften allein die tatsächlich gezahlten Beiträge maßgebend sind, möchten wir jedoch ergänzend noch auf die Möglichkeit einer freiwilligen Beitragszahlung hinweisen. Wenn kein Pflichtbeitrag mehr gezahlt werden muss, ist der Mindestbeitrag zu beachten, der aber eventuell auch nur sporadisch gezahlt werden kann. Nähere Informationen finden Sie unter dem Stichwort freiwillige Beiträge.

Bei einer zeitlich befristeten Beschäftigung im europäischen Ausland bis zu einem Jahr kann unter der Voraussetzung, dass das Beschäftigungsverhältnis in Deutschland weiter besteht, über die jeweilige gesetzliche Krankenkasse in Deutschland eventuell eine Ausnahmegenehmigung (mit dem Formblatt E101) beantragt werden. Die Ausnahmeregelung beinhaltet, dass die deutschen Rechtsvorschriften weiter gelten, Sozialversicherungspflicht in Deutschland weiter besteht und somit auch die Beitragszahlung zum Versorgungswerk wie bisher erfolgen kann. Nach Ablauf des Jahres kann die Ausnahmegenehmigung unter Umständen verlängert werden. Darüber hinaus (bis maximal fünf Jahre) ist die Deutsche Verbindungsstelle Krankenversicherung Ausland zuständig:

DVKA, Pennefeldsweg 11-15, 53177 Bonn,
Tel. (0228) 9530-0, Fax (0228) 9530-600,
E-Mail post@dvka.de, Internet: www.dvka.de

Ist der Aufenthalt im Europäischen Ausland zunächst unbefristet oder wurde das Beschäftigungsverhältnis in Deutschland beendet, gibt es diese Möglichkeit nicht.

Im Normalfall unterliegen Beschäftigte im Ausland den dortigen Versicherungsbestimmungen und sind dort versicherungspflichtig. Bei den zuständigen Stellen kann jedoch erfragt werden, ob eine Befreiung von dieser Versicherungspflicht möglich ist. Dies wird jedoch in den seltensten Fällen möglich sein. Im Regelfall werden zwei getrennte Rentenansprüche aufgebaut.

Bei einer Tätigkeit im europäischen Ausland wird im Rentenalter über die EU-Verordnung 1408/71 versucht, eventuell bestehende Nachteile durch die Koordination der Sozialversicherungssysteme auszugleichen.