Beamte

Beamte haben grundsätzlich zwei Wahlmöglichkeiten:

· Befreiung von der Pflichtteilnahme am Versorgungswerk

Bei einer Ernennung in ein Beamtenverhältnis auf Zeit, auf Probe oder auf Widerruf kann die Befreiung nur befristet erfolgen. Bei der Ernennung zum Beamten auf Lebenszeit erfolgt die Befreiung unbefristet, solange die Voraussetzungen vorliegen. Näheres zu diesem Punkt entnehmen Sie bitte den Ausführungen zur Pflichtteilnahme.

· Zusatzversorgung über das Versorgungswerk neben der beamtenrechtlichen   Versorgungsansprüche

Wesentliches im Überblick:

Rechtsgrundlagen: §§ 18, 17 Abs.2 der Satzung
Beitragshöhe: im Jahr 2017 monatlich 285,75 € (25 % des höchstmöglichen Pflichtbeitrages für Selbständige)
Höchstmöglicher Pflichtbeitrag: Auf Antrag kann auch ein höherer Anteil von 50 %, 75 % oder 100 % des Pflichtbeitrages für Selbständige festgesetzt werden, maximal also im Jahr 2017 monatlich 1.143,00 € (100 %)
Maximaler Beitrag: Zusätzlich zum Pflichtbeitrag (je nach Anteil) sind freiwillige Zahlungen bis zur Höhe des höchstmöglichen Pflichtbeitrages für Selbständige im Jahr 2017 von 1.143,00 € monatlich möglich
Beitragsbefreiung: grundsätzlich nicht möglich

Bei einer Ernennung zum Beamten kann das Versorgungswerk als Zusatzversorgung neben den beamtenrechtlichen Versorgungsansprüchen genutzt werden um eine weitere Säule der sozialen Absicherung aufzubauen. Der Beitrag beträgt grundsätzlich 25 % des höchstmöglichen Pflichtbeitrages für Selbständige im Jahr 2017 von 1.143,00 € monatlich, im Jahr 2017 also 285,75 €. Auf Antrag kann jedoch auch ein höherer Anteil von 50 %, 75 % oder 100 % des Pflichtbeitrages festgesetzt werden. Zusätzlich zum Pflichtbeitrag (je nach Anteil) können freiwillige Beiträge bis zum höchstmöglichen Pflichtbeitrag für Selbständige im Jahr 2017 von 1.143,00 € monatlich entrichtet werden.

Ein Wechsel der Beschäftigungsart wie zum Beispiel Aufnahme einer selbständigen Tätigkeit muss dem Versorgungswerk unbedingt mitgeteilt werden.

Beiträge werden steuermindernd berücksichtigt
Die zum VWDA gezahlten Beiträge werden wie Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung steuermindernd berücksichtigt, dadurch steigt das Nettoeinkommen. Es gibt dabei eine jährliche Höchstgrenze im Jahr 2017 von 23.362,00 € (Ledige) bzw. 46.724,00 € (Verheiratete). Der Anteil steigt stufenweise an, von 60 % im Jahr 2005 bis 100% im Jahr 2025. Allerdings wird der Arbeitgeberanteil in Abzug gebracht. Nähere Informationen können das Finanzamt oder ein Steuerberater erteilen. Die steuerliche Entlastung sollte konsequent für die Vorsorge genutzt werden, damit im Alter keine Lücke entsteht.