Altersrente

Wesentliches im Überblick

Rechtsgrundlagen: §§ 27 und 30 der Satzung
Voraussetzungen:

Die Regelaltersrente steht grundsätzlich mit Vollendung des 67. Lebensjahres zu. Für Geburtsjahrgänge vor 1962 gelten folgende Übergangsregelungen:

1951 mit 65 Jahren und 2 Monaten
1952 mit 65 Jahren und 4 Monaten
1953 mit 65 Jahren und 6 Monaten
1954 mit 65 Jahren und 8 Monaten
1955 mit 65 Jahren und 10 Monaten
1956 mit 66 Jahren
1957 mit 66 Jahren und 2 Monaten
1958 mit 66 Jahren und 4 Monaten
1959 mit 66 Jahren und 6 Monaten
1960 mit 66 Jahren und 8 Monaten
1961 mit 66 Jahren und 10 Monaten

Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, das Altersruhegeld bei entsprechenden Abschlägen vorzeitig zu beantragen (Frühestmöglicher Rentenbeginn ist die Vollendung des 62. Lebensjahres. Für alle Teilnehmer die dem Versorgungswerk vor dem 01.01.2012 beitreten, ist der frühestmögliche Rentenbeginn noch mit Vollendung des 60. Lebensjahres möglich). Außerdem kann der Beginn bei Erhaltung der Beitragspflicht über das Erreichen der Altersgrenze hinausgeschoben werden, wofür als Ausgleich ein Zuschlag gewährt wird.

Höhe der Leistung: Das Altersruhegeld wird aus dem erreichten Rentenanspruch ermittelt, das ist die Verrentung aller bisher eingezahlten Beiträge. Der Verrentungssatz, mit dem der jährliche Rentenanspruch berechnet wird, ist abhängig vom Lebensalter (weitere Informationen unter Höhe der Rentenansprüche). Bei der vorgezogenen Altersrente gibt es einen Abschlag in Höhe von 0,45 % für jeden Monat vor Erreichen der Altersgrenze, bei der hinausgeschobenen Altersrente einen Zuschlag in Höhe von 0,5 % für jeden Monat nach Erreichen der Altersgrenze. Zusätzlich besteht unter bestimmten Voraussetzungen Anspruch auf Kindergeld.
Rentenbeginn: entsprechend der Antragstellung
Notwendige Unterlagen: Antragsvordruck mit persönlichen Daten und Angaben zur Krankenversicherung, Geburtsurkunde
Rentenzahlung Die Zahlung der Altersrente wird ausschließlich bargeldlos vorgenommen und auf Ihr Bankkonto überwiesen. Die Überweisungen der Rente erfolgt dabei so rechtzeitig, dass sie zu Beginn des Monats auf Ihrem Konto verbucht ist.
Das VWDA zahlt Ihre Rente auch ins Ausland. Kosten für die Auslandsüberweisungen gehen jedoch zu Ihren Lasten.

Die Altersrente wird grundsätzlich mit Vollendung des 67. Lebensjahres gewährt. Für Versicherte, die vor 1962 geboren sind gelten die oben aufgeführten Übergangsregelungen.

Die Altersrente steht mit dem Ersten des Monats zu, der auf den Monat folgt, indem die Altersgrenze erreicht wird. Wir informieren unsere Mitglieder rechtzeitig und senden das notwendige Formular zu. Die Rente kann jedoch auch früher oder später beantragt werden:

  • Die Altersrente kann früher bezogen werden. Das Mitglied hat grundsätzlich die Möglichkeit frühestens nach Vollendung des 62. Lebensjahres die vorgezogene Altersrente zu beantragen. Mitglieder die vor dem 01.01.2012 Teilnehmer geworden sind, können die vorgezogene Altersrente bereits mit Vollendung des 60. Lebensjahres beantragen. Die Berechnungen im versicherungsmathematischen Gutachten gehen davon aus, dass vom Mitglied sowohl die Beiträge bis zum Erreichen der Altersgrenze gezahlt werden, als auch die Rentenzahlungen erst mit Erreichen der Altersgrenze beginnen. Beantragt das Mitglied die vorgezogene Altersrente, müssen als Ausgleich dafür, dass die Altersrente vor Ihrer eigentlichen Fälligkeit bezogen wird, Abschläge erhoben werden. Die Abschläge betragen je Monat des vorzeitigen Rentenbezuges 0,45 %. Dies ergibt beispielsweise für Teilnehmer die ab 1962 geboren sind und die vorgezogene Altersrente mit Vollendung des 62. Lebensjahres beantragen einen Abschlag von 27 % (60 Kalendermonate x 0,45 %).

  • Die Abschläge beziehen sich auf den zum jeweiligen Zeitpunkt erreichten Rentenanspruch. Es darf nicht der Fehler begangen werden, die o.g. Abschläge von der auf das Erreichen der Altersgrenze hochgerechneten Altersrente in Abzug zu bringen. Die Abschläge sind ein versicherungsmathematisch kalkulierter Ausgleich für den längeren Rentenbezug. Der Abschlag bleibt für die gesamte Dauer des Rentenbezugs, also auch nach Erreichen der Altersgrenze bestehen. Die evtl. fällig werdenden Hinterbliebenenrenten gehen ebenfalls von der um die Abschläge gekürzten Altersrente aus

  • Unter Beibehaltung der weiteren Beitragspflicht kann der Beginn der Altersrente hinausgeschoben werden. In diesem Fall wird ein Zuschlag von 0,5 % gewährt für jeden Monat, um den die Altersrente nach Erreichen der Altersgrenze beginnt. Wird die Altersrente beispielsweise ein Jahr nach Erreichen der Altersgrenze beantragt, sind dies 12 Monate x 0,5 % = 6 %. Die hinausgeschobene Altersrente beträgt dann 106 % des erreichten Rentenanspruches

Es genügt, wenn der Antrag ca. sechs Wochen vor dem gewünschten Rentenbeginn gestellt wird. Freiwillige Mehrzahlungen sollten wegen der rechtzeitigen Erstellung des Rentenbescheides spätestens zwei Monate vor Rentenbeginn bei uns eingehen und uns außerdem schriftlich angezeigt werden.

Die Aufgabe der beruflichen Tätigkeit ist in keinem Fall erforderlich, auch bei der vorgezogenen Altersrente gibt es keine Hinzuverdienstgrenzen.

Die Höhe der Altersrente wird anhand der in einem bestimmten Lebensalter gezahlten Beiträge ermittelt. Die Anlage zum Rentenbescheid ist ähnlich aufgebaut wie die Rentenmitteilung, nähere Erläuterungen finden Sie bei Höhe der Rentenansprüche.

Bei Kindern können wir unter bestimmten Voraussetzungen maximal bis zum 27. Lebensjahr (bei Wehr- oder Zivildienst auch über diesen Zeitraum hinaus) zusätzlich zum Altersruhegeld Kindergeld gewähren. Nähere Informationen erhalten Sie unter dem Stichwort Kindergeld.

Die gewährten Renten sind nicht dynamisch. Wenn jedoch Leistungsanpassungen aufgrund von Überschüssen vorgenommen werden, erhöht sich dadurch selbstverständlich auch die Rente. Ob und in welcher Höhe Leistungsanpassungen vorgenommen werden, hängt vom entsprechenden Jahresergebnis, und wird von der Vertreterversammlung des VWDA beschlossen. In den letzten Jahren belastete das Ergebnis vor allem die längere Lebenserwartung der Rentenbezieher und der Rentenanwärter, aber auch die negative Kapitalmarktsituation. Eine längere Lebenserwartung bedeutet, dass die Renten länger als ursprünglich kalkuliert gezahlt werden müssen.