Stichwortverzeichnis

Höhe der Rentenansprüche
Während der Teilnahme am Versorgungswerk werden jährlich Rentenmitteilungen versandt, aus denen die aktuellen Rentenansprüche ersichtlich sind. Es wird der bis jetzt erreichte Rentenanspruch bei Erreichen der Altersgrenze mitgeteilt, das ist die Verrentung aller bisher eingezahlten Beiträge. Der Verrentungssatz, mit dem der jährliche Rentenanspruch berechnet wird, ist abhängig vom Lebensalter und sinkt langsam ab, weil aufgrund der kürzeren Laufzeit nicht mehr so viele Zinsen anfallen:

15,5 % bis zu dem Jahr, in dem das 30. Lebensjahr vollendet wird,
 
13,5 % von dem Kalenderjahr an, in dem das 31. Lebensjahr vollendet wird, bis zu dem Kalenderjahr in dem das 35. Lebensjahr vollendet wird,
 
12,0 % von dem Kalenderjahr an, in dem das 36. Lebensjahr vollendet wird, bis zu dem Kalenderjahr in dem das 40. Lebensjahr vollendet wird,
 
10,5 % von dem Kalenderjahr an, in dem das 41. Lebensjahr vollendet wird, bis zu dem Kalenderjahr in dem das 45. Lebensjahr vollendet wird,
 
9,0 % von dem Kalenderjahr an, in dem das 46. Lebensjahr vollendet wird, bis zu dem Kalenderjahr in dem das 50. Lebensjahr vollendet wird,
 
7,5 % von dem Kalenderjahr an, in dem das 51. Lebensjahr vollendet wird, bis zu dem Kalenderjahr in dem das 55. Lebensjahr vollendet wird,
 
7,0 % von dem Kalenderjahr an, in dem das 56. Lebensjahr vollendet wird, bis zu dem Kalenderjahr in dem das 60. Lebensjahr vollendet wird,
 
6,0 % von dem Kalenderjahr an, in dem das 61. Lebensjahr vollendet wird, bis zu dem Kalenderjahr in dem das 65. Lebensjahr vollendet wird,
 
5,5 % von dem Kalenderjahr an, in dem das 66. Lebensjahr vollendet wird.

Ein Berechnungs-Beispiel:

Wenn in dem Kalenderjahr, in dem das 39. Lebensjahr vollendet wird, eine Einzahlung von 1.000,00 € geleistet wird, beträgt die Jahresrente 12,0 % des gezahlten Betrages, der monatliche Rentenanspruch 1/12 dieses Betrages. Wenn also in diesem Alter 1.000,00 € eingezahlt werden, erhöht sich der monatliche Rentenanspruch damit um 10,00 € (1.000,00 € x 12,0 % / 12 Monate).

Zusätzlich kann das Versorgungswerk weitere Leistungsverbesserungen vornehmen, über die jährlich aufgrund versicherungsmathematischer Gutachten entschieden wird.

Die Rentenansprüche steigen also linear mit der Höhe der Einzahlung, es gibt keine Stufen. Pflicht- und freiwillige Beiträge werden grundsätzlich gleich verrentet, bei der Berechnung der Berufsunfähigkeitsrente sind jedoch Besonderheiten zu beachten. Der aktuelle Anspruch auf Rente wegen Berufsunfähigkeit kann ebenfalls der Rentenmitteilung entnommen werden. Die Berufsunfähigkeitsrente vor Vollendung des 55. Lebensjahres beinhaltet eine Hochrechnung des bisher entrichteten Durchschnittsbeitrags (maximal der letzten fünf Kalenderjahre). Die Höhe der Berufsunfähigkeitsrente ist dadurch nicht konstant und hängt von der durchschnittlichen Beitragszahlung ab. Der Sonderfall bei der Betreuung von Kindern kann aus programmtechnischen Gründen bei der Rentenmitteilung nicht berücksichtigt werden. Die Witwen- bzw. Witwerrente beträgt grundsätzlich 60 % und die Waisenrente grundsätzlich 20 % der Berufsunfähigkeitsrente. Die Ausnahmen entnehmen Sie bitte den Ausführungen zur Witwen- bzw. Witwerrente und zur Waisenrente.

Die Rentenmitteilungen des Versorgungswerks sind wie folgt aufgebaut:


(1) Kalenderjahr
(2) das im entsprechenden Kalenderjahr vollendete Lebensalter
(3) Anzahl der Monate, in denen die Teilnahme im Kalenderjahr bestand
(4) gezahlter Pflichtbeitrag im entsprechenden Kalenderjahr
(5) gezahlter freiwilliger Beitrag im entsprechenden Kalenderjahr
(6) vom Lebensalter abhängiger Verrentungssatz
(7) Rentenanspruch pro Jahr aus den geleisteten Zahlungen (Pflicht- und freiwilliger Beitrag x Steigerungssatz)
(8) bisher gewährte Leistungsverbesserungen. Die Faktoren werden bei jeder gewährten Leistungsverbesserung neu berechnet. Wenn beim entsprechenden Kalenderjahr der Faktor 1,00 steht, bedeutet dies, dass das entsprechende Kalenderjahr noch nicht von einer Leistungsverbesserung profitiert hat. Unter 1,00 kann dieser Faktor somit nie absinken
(9) mit dem Anhebungsfaktor multiplizierte Jahresrente
(10) die Summe aller erhöhten Jahresrenten geteilt durch zwölf. Dieser Betrag gibt den aufgrund der bisherigen Einzahlungen bereits erworbenen Anspruch auf Altersrente mit Erreichen der Altersgrenze wieder.
(11) aktueller Anspruch auf Berufsunfähigkeitsrente
(12) Als neuen Service haben wir in die jährlich zugesandte Rentenmitteilung zusätzliche Angaben aufgenommen, wie sich der Rentenanspruch aufgrund der in Zukunft gezahlten Beiträge erhöhen wird. Dadurch kann nun relativ schnell selbst ermittelt werden, welche Altersrente mit Erreichen der Altersgrenze erwartet werden kann, wenn ein bestimmter monatlicher Beitrag konstant entrichtet wird. Mögliche Leistungsverbesserungen aufgrund von Überschüssen nach § 30 Abs. 5 der Satzung sind in dieser Hochrechnung nicht berücksichtigt.

Wenn im dargestellten Beispiel davon ausgegangen wird, dass in Zukunft ein monatlicher Beitrag von 750,00 € bis zur Vollendung des 67. Lebensjahres konstant entrichtet wird, errechnet sich die voraussichtliche Altersrente wie folgt:

Bis jetzt erreichter Rentenanspruch im Alter 67 aus den bisher
gezahlten Beiträgen
(10)
monatlich 883,93 €
Anspruch aus künftigen Einzahlungen bis zur Vollendung des
67. Lebensjahres
(12)750,00 € x 2,8650 € =
monatlich 2.148,75 €
Die zu erwartende Altersrente mit Vollendung des 67.
Lebensjahres beträgt insgesamt somit
monatlich 3.032,68 €