Witwen- bzw. Witwerrente

Wesentliches im Überblick

Rechtsgrundlagen: §§ 29, 32 und 33 der Satzung
Voraussetzungen: Die Ehe mit dem Teilnehmer des Versorgungswerks muss bis zu dessen Tod bestanden haben
Höhe der Leistung: Grundsätzlich 60 % des Anspruchs auf Berufsunfähigkeitsrente bzw. Altersrente. Wenn die Ehe jedoch nach Eintritt der Berufsunfähigkeit oder nach Beginn der Altersrente geschlossen wurde, muss die Rente gekürzt werden. Außerdem ist die Rente zu mindern, wenn der überlebende Ehegatte mehr als zwanzig Jahre jünger als der verstorbene Teilnehmer des Versorgungswerks war
Rentenbeginn: Beim Tod eines Teilnehmers ab dem Folgetag, beim Tod eines Leistungsempfängers mit Beginn des Folgemonats
Notwendige Unterlagen: Antragsvordruck (siehe Downloadcenter) mit persönlichen Daten und Angaben zur Krankenversicherung, Geburtsurkunde der Witwe bzw. des Witwers, Heiratsurkunde, Sterbeurkunde

Beim Tod eines Teilnehmers wird den Hinterbliebenen unter bestimmten Voraussetzungen eine Versorgung gewährt. Anspruch auf Witwen- bzw. Witwerrente hat der überlebende Ehegatte, wenn die Ehe bis zum Tode fortbestanden hat. Wenn keine Ehe geschlossen wurde, ist auch bei langjährigen Lebensgemeinschaften eine Rentengewährung nicht möglich. Die eingetragene (gleichgeschlechtliche) Lebenspartnerschaft ist der Ehe jedoch gleichgestellt, die jeweiligen Vorschriften gelten entsprechend.

Die Witwen- bzw. Witwerrente beträgt grundsätzlich 60 % der vor dem Tod gewährten Rente bzw. die dem Teilnehmer im Falle der Berufsunfähigkeit gewährt worden wäre. Es sind jedoch folgende Ausnahmen zu beachten:

  • War der überlebende Ehegatte mehr als zwanzig Jahre jünger als der verstorbene Teilnehmer, so wird die Witwen- bzw. Witwerrente für jedes angefangene Jahr des Altersunterschiedes über zwanzig Jahre um 5 % gekürzt, jedoch höchstens um 50 %. Nach fünfjähriger Dauer der Ehe werden für jedes angefangene Jahr ihrer weiteren Dauer dem gekürzten Betrag 5 % der Witwen- bzw. Witwerrente hinzugesetzt, bis der volle Betrag wieder erreicht ist. Wenn aus der Ehe ein Kind hervorgegangen ist, muss keine Kürzung vorgenommen werden
  • Wurde die Ehe nach Beginn der Altersrente oder nach Eintritt der Berufsunfähigkeit geschlossen und der Teilnehmer stirbt vor Ablauf von 3 Jahren nach Eheschluss, besteht Anspruch auf 50 % der zustehenden Witwen- bzw. Witwerrente

Die Witwen- bzw. Witwerrente wird gewährt, ohne dass besondere Voraussetzungen wie zum Beispiel Bedürftigkeit oder wirtschaftliche Abhängigkeit vom Ehemann bzw. Ehefrau gegeben sein müssen. Auch für die Witwen- bzw. Witwerrente gibt es keine Wartezeit.

Die Rente wird grundsätzlich lebenslang gezahlt, im Falle der Wiederverheiratung erlischt der Anspruch auf Witwen- bzw. Witwerrente. In diesem Fall kann jedoch eine Abfindung in Höhe des dreifachen Jahresbetrages der Witwen- bzw. Witwerrente gewährt werden. Wenn die erneute Ehe aufgelöst oder für nichtig erklärt worden ist, lebt die Witwen- bzw. Witwerrente unter den sonstigen Voraussetzungen wieder auf (wenn zuvor vom Versorgungswerk eine Abfindung gewährt worden ist, jedoch erst nach drei Jahren). Auf diese Witwen- und Witwerrenten werden Versorgungs-, Unterhalts- und sonstige Ansprüche, die sich aus aufgelösten oder für nichtig erklärten Ehen ergeben, sowie die auf einen Versorgungsausgleich beruhenden Leistungen angerechnet.

Die Witwen- bzw. Witwerrente wird beim Tod eines Teilnehmers vom nachfolgenden Tag an gewährt. Wenn jedoch bereits Berufsunfähigkeitsrente oder Altersruhegeld bezogen wurde, so wird die Rente vom Folgemonat an gezahlt.