Frage & Antwort

Was passiert, wenn ich nicht mehr als Architekt oder Stadtplaner beschäftigt bin?
Bei einer freiberuflichen Tätigkeit kann das Versorgungswerk wie bisher weiterhin zur Absicherung genutzt werden. Der Pflichtbeitrag beträgt 18 % (bzw. in den ersten fünf Jahren der Teilnahme am Versorgungswerk 9 %) der Einkünfte aus der Tätigkeit als Architekt. Wenn hier kein Einkommen mehr erzielt wird, ist zumindest der Mindestbeitrag im Jahr 2017 von monatlich 285,75 € zu entrichten. Selbstverständlich ist freiwillig eine höhere Beitragszahlung möglich. Eine Beitragsbefreiung kommt nur dann in Betracht, wenn die gesamten Jahresnettoeinkünfte aus jeglicher beruflichen Tätigkeit (berufsfremd ist hier nicht maßgebend) unter 1/5 der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung, also im Jahr 2017 unter 15.240,00 € liegen.

Bei einer Angestelltentätigkeit ist zu beachten, dass der Befreiungsbescheid der Deutschen Rentenversicherung Bund grundsätzlich nur für die berufsspezifische Beschäftigung als Architekt und das jeweilige Beschäftigungsverhältnis gilt. Während der Ausübung einer berufsfremden Tätigkeit besteht die Pflicht, Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung zu leisten. Das Versorgungswerk kann dann noch als Zusatzversorgung genutzt oder ein Antrag auf Befreiung von der Teilnahme bzw. von der Beitragszahlung gestellt werden. Sollte die berufsfremde Tätigkeit jedoch infolge ihrer Eigenart oder vertraglich (auf maximal zwei Jahre) befristet sein und sich unmittelbar an eine berufsspezifische Angestelltentätigkeit anschließen, kann die Erstreckung der Befreiung auf die im voraus zeitlich begrenzte berufsfremde Tätigkeit beantragt werden.

Zurück > > >